Die AHF wünscht allen hessischen Eltern, Fachkräften und natürlich den Kindern einen entspannten Start in die Kitas und ins neue Schuljahr!

Partizipation in Familienzentren

Fachtag für Familienzentren:

„Partizipation in Familienzentren – Nehmen Sie noch teil oder gestalten Sie schon aktiv mit?“ am 23. September 2019 in Friedberg

Eine Anmeldung ist ab sofort möglich.

 

Datum: Montag, 23.09.2019

Ort: Stadthalle Friedberg

Uhrzeit: 08:30 bis 17:00 Uhr

 

Die Anmeldung ist bis zum 13.09.2019 ausschließlich online möglich unter:

https://www.hage.de/veranstaltungen/fachtag-familienzentren-2019/.

 

Der dritte Fachtag der Themenreihe „Gesundheitsförderung und Prävention in Familienzentren“ geht der Frage nach, wie Partizipation in den Lebenswelten Familienzentren und Mehrgenerationenhäuser ermöglicht werden kann. Dabei werden sowohl Genderaspekte und Chancengleichheit als auch altersspezifische Besonderheiten berücksichtigt.

 

Ziel des Fachtages ist, die Akteurinnen und Akteure aus Familienzentren und Mehrgenerationenhäusern für das Thema Partizipation in der Gesundheits-förderung zu sensibilisieren und zu stärken. Es sollen vor allem konkrete Wege und Möglichkeiten, wie partizipative Prozesse umgesetzt und in die Praxis integriert werden können, aufgezeigt und gemeinsam diskutiert werden.

 

Der Fachtag wird vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) gefördert und von der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (HAGE) e.V. organisiert und umgesetzt.

 

Anmeldung und weitere Informationen finden Sie im unten stehenden Flyer.

Niedrigschwellig und kostenlos: Materialien für alle Akteure in den Frühen Hilfen

Materialien zur Elternansprache direkt bestellbar


Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) stellt Akteuren der Frühen Hilfen Plakate, Aufsteller, Postkarten und Abreißzettel zur Verfügung. Mit den Materialien können sie niedrigschwellig auch schwer erreichbare Eltern in belastenden Lebenslagen ansprechen und einen Zugang zu Angeboten der Frühen Hilfen schaffen. Eine direkte Kontaktaufnahme für Eltern wird über die anonym erreichbaren und kostenlosen Beratungsangebote des Elterntelefons der "Nummer gegen Kummer" und der Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e. V. ermöglicht. Beide sind Kooperationspartner des NZFH und vermitteln ratsuchende Eltern bei Bedarf an regionale Angebote der Frühen Hilfen. Die Materialien können jetzt direkt kostenlos bestellt werden.

Weitere Informationen erhalten Sie hier
 
 
 
 

 


Kinderfotos im Sommerurlaub: Posten oder nicht posten?

Die schönsten Kinderfotos entstehen oft im Urlaub und die stolzen Eltern möchten sie am liebsten der ganzen Welt zeigen. Sie teilen sie über Instagram und Co., vergessen dabei aber mögliche Risiken für ihre Kinder. „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ empfiehlt, keine Fotos und Videos zu veröffentlichen, auf denen das Kind deutlich zu erkennen ist. Mit dem Foto-Guide bietet die Initiative zudem eine Entscheidungshilfe bei der Frage: „Soll ich meine Urlaubsfotos posten oder nicht?“
Postkarte war gestern: Die Urlaubsgrüße kommen inzwischen meist in digitaler Form über soziale Netzwerke. Oft übersehen Eltern dabei, dass die Bilder leicht in falsche Hände geraten können. „Einmal im Netz, können sich die Aufnahmen schnell verbreiten. Generell sind Kinderfotos online nur in gesicherten Bereichen zu veröffentlichen, die nicht für alle zugänglich sind“, sagt SCHAU HIN!-Mediencoach Kristin Langer. Gerade auf das Teilen von Fotos, die Kinder in Bikini oder Badehose, in der Badewanne oder in anderen privaten Situationen zeigen, ist zu verzichten.
Kinder schützen! Kinder haben wie alle anderen Personen ein Recht am eigenen Bild, können jedoch nicht selbst über eine Veröffentlichung entscheiden, weil sie die Folgen noch nicht abschätzen können. Das unbedarfte Hochladen oder Teilen von Kinderfotos erhöht das Risiko unerwünschter Kontakte, insbesondere, wenn Wohnort und Name bekannt sind. Auch wenn etwa das Bild im Profil oder Blog später gelöscht wird, können die Aufnahmen weiter kursieren. „Niemand möchte intime Fotos von sich im Netz“, so Langer. „Manche Fotos können Kindern, auch wenn sie diese heute toll finden, in einem späteren Alter unangenehm und im schlimmsten Fall sogar Anlass für Mobbing sein.“
Kinder nur undeutlich zeigen oder Zugang beschränken: Falls Eltern doch Bilder des Kindes veröffentlichen, sollten Kinder auf Fotos nicht direkt erkennbar sein, sondern sind beispielsweise nur im Anschnitt oder mit Sonnenbrille zu sehen. Als Grundregel gilt: Profilinformationen und Bilder sind am besten immer nur für ausgewählte Kontakte und auf keinen Fall für Suchmaschinen sichtbar. Beim Hochladen von Bildern über das Smartphone darauf achten, dass die Ortsbestimmung deaktiviert ist. Ansonsten können andere NutzerInnen sehen, wo das Bild aufgenommen wurde. Eine gute Übersicht darüber, wie beliebte Online-Dienste sicher eingestellt werden können, zeigt: www.kompass-social.media.
Gerade Eltern können auf ihrem Profil mit gutem Beispiel vorangehen, um ihr Kind zu schützen, und ein Vorbild für den sorgsamen Umgang mit persönlichen Daten im Netz sein. Für den Fall, dass Eltern sich unsicher sind, ob sie ein Foto ihres Kindes veröffentlichen sollen oder nicht, bietet SCHAU HIN! einen Foto-Guide: www.schau-hin.info/service/materialien.
Aufnahmen stationär speichern: Auch das Hochladen von Bildern in einen Online-Speicher („Cloud“) ist nicht unproblematisch. Schließlich vertraut man persönliche Daten einem Unternehmen an. Zudem können diese Speicher auch von Unbefugten gehackt werden. Daher gilt, sich genau über die Geschäfts- und Datenschutzbedingungen des Anbieters zu informieren und den Zugang über ein ausgefeiltes Passwort zu schützen. Am sichersten ist es, Bilder oder Videos nur auf der Festplatte zu speichern.

Quelle: Pressemitteilung der Initiative SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“ vom 20.6.2019

Zwei neue Filme: "Niemals Schütteln" und "Wenn Babys schreien: über das   Trösten und Beruhigen"

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen hat zwei neue Filme herausgegeben, die Sie unter dem nachfolgenden Link finden.

 

Neuer Wegweiser zum Deutschen Gesundheitswesen

Der Flyer "Gesundheit für alle" in 14 Sprachen wurde vom Ethno-Medizinischen Zentrum e.V. gemeinsam mit dem BMG konzipiert und vom BMG gefördert.

Der Wegweiser vermittelt in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund grundlegende Informationen zum Gesundheitswesen in Deutschland. Er enthält auch Vorschläge, wie man sich im Krankheitsfall oder bei notwendiger Vorsorge verhalten kann. Weitere Informationen betreffen u.a. Fragen zur Krankenversicherung, Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen und Unterstützungsleistungen der Pflegeversicherung.

Die erste Auflage des Wegweisers liegt in 14 Sprachen vor. Neben einer deutschsprachigen Version können Sie folgende weitere Sprachversionen abrufen: Arabisch, Englisch, Farsi, Französisch, Italienisch, Kurdisch, Paschtu, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Serbisch/Kroatisch/Bosnisch, Spanisch und Türkisch. Die Bestellung des Wegweisers erfordern keine Zahlung Ihrerseits. Der Versand erfolgt kostenfrei.

Bestellen Sie gewünschte Sprachversionen und Anzahl über

www.wegweiser-gesundheitswesen-deutschland.de.

Der Ratgeber wird auch auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit www.migration-gesundheit.bund.de im PDF-Format abrufbar sein.

 

Positionspapier der Diakonie zum Fachfeld Familienbildung

In einem aktuellen Papier positioniert sich die Diakonie zu § 16 SGB VIII:

 

Familienbildung, Familienberatung und Familienerholung sind im Bund und in den Ländern oftmals nicht dem Ressort „Kinder- und Jugendhilfe“ zugeordnet, sondern werden in den Ressorts „Familienhilfe“ oder „Familienpolitik“ vertreten. Dies hat zur Folge, dass diese Arbeitsfelder weniger als Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe wahrgenommen und berücksichtigt werden. Zudem führt die unzulängliche und nicht verlässliche Finanzierung von Angeboten der Familienbildung, Familienberatung und Familienerholung dazu, dass diese präventiven sozialpädagogischen Angebote des SGB VIII kaum ausgebaut und entwickelt wurden. Angesichts der Herausforderungen, die Familien heute meistern müssen, lauten die Kernfragen: Wie gelingt es Familien, Gemeinsamkeit herzustellen und Verantwortung füreinander zu übernehmen? Auf welche Unterstützungsangebote können Familien zurückgreifen?

Die vorliegende Positionierung der Diakonie Deutschland gemeinsam mit der EAF und anderen stellt das Aufgabenspektrum der familienunterstützenden Leistungen gemäß § 16 SGB VIII der Familienbildung, Familienberatung und Familienerholung und seine rechtliche und finanzielle Verankerung in 6 Punkten dar. Der Status Quo und seine Umsetzung in der Praxis werden fachpolitisch bewertet, um (gesetzgeberische) Handlungsbedarfe zur Weiterentwicklung aufzuzeigen. 

Quelle: Infodienst vom Landesfamilienrat Baden-Württemberg Ausgabe 2019 07/1

Studie: Väter in Elternzeit – Unternehmen in der Verantwortung

Bei der Elternzeit sind Männer im Vergleich zu Frauen nach wie vor in der Minderheit. Denn Väter trauen sich nur selten, für sich eine Elternzeit in Anspruch zu nehmen. Welchen Nutzen Arbeitgeber haben, wenn sie ihre männlichen Mitarbeiter dabei unterstützen, untersuchte Kristin Pogorzelski, Absolventin Wirtschaftspsychologie, Leadership & Management an der SRH Fernhochschule in ihrer Masterarbeit „Männliche Mitarbeiter in Elternzeit: Eine qualitative Studie zur Zufriedenheit der Väter und praktische Bedeutung für Unternehmen“.
Dazu wurden 15 Interviews mit männlichen Mitarbeitern durchgeführt, die ihre Berufstätigkeit in den letzten zwei Jahren für mindestens zwei Monate Elternzeit unterbrochen hatten. Die Interviewpartner wurden aus verschiedenen Berufen – von einem Piloten über einen Assistenzarzt, Technischen Leiter bis zu einem Sozialarbeiter – ausgewählt.
„Die Untersuchung hat gezeigt, dass positive Erfahrungen von der Wahrnehmung einer familienfreundlichen Unternehmenskultur und dem ethisch gelebten Führungsverhalten der direkten Vorgesetzten abhängig sind. Das heißt: Wie lange Männer Elternzeit nehmen, ist abhängig von den vermuteten Reaktionen des betrieblichen Umfelds. Positive Erlebnisse stärken das Commitment mit dem Unternehmen, während negative Erlebnisse zu Distanzierung oder Kündigung führen“, erklärt Pogorzelski.
Um Männer bei der Elternzeit zu unterstützen, empfiehlt Pogorzelski: „Ein erster Schritt sollte die Bestimmung eines Väterbeauftragten sein, der zusammen mit den Vätern und den direkten Vorgesetzten den Schritt in die Elternzeit und den Wiedereinstieg danach plant.“ Doch auch die Väter sind gefordert und sollten während der Elternzeit Kontakt zum Unternehmen halten. Dazu bieten sich beispielsweise gemeinsame Mittagspausen mit den Kollegen, die Teilnahme an Teamsitzungen oder auch Firmenfeiern an. Die Kinder sollten dabei ebenfalls willkommen sein.
Durch die Unterstützung bei der Elternzeit wurde die Arbeitszufriedenheit und -motivation der männlichen Mitarbeiter deutlich erhöht. Ein weiterer positiver Effekt: Die Hemmschwelle der Kollegen, eine Elternzeit anzufragen, ist deutlich gesunken. Somit haben sich mehr Väter getraut, in Elternzeit zu gehen. Die Folge davon war, dass die Reputation der Unternehmen deutlich positiver wurde.
Das Fazit der Studie laut Pogorzelski: „Unternehmen, welche die Inanspruchnahme von Elternzeit bei männlichen Mitarbeitern unterstützen, erreichen eine stärkere Bindung ihrer Mitarbeiter an das Unternehmen und erzielen somit einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Unternehmen. Dieses wichtige Thema wird aufgrund der Generation Y und der kommenden Generation Z noch deutlich an Bedeutung gewinnen.“

Quelle: Meldung der SRH Fernhochschule – The Mobile University vom 9.5.2019