Schluss mit den Ausreden:

Ein gutes Aufwachsen von allen Kindern und Jugendlichen muss in unserer Gesellschaft Priorität haben!

Gemeinsame Erklärung des Ratschlags Kinderarmut – unterzeichnet von 59 Organisation und Einzelpersonen, darunter Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften, Kinderrechtsorganisationen, Familienverbände, Selbsthilfeorganisationen, Wissenschaftler*innen.

 

Anlässlich des Internationalen Kindertages fordert ein breites Bündnis unter Federführung der Nationalen Armutskonferenz (nak) Bund, Länder und Kommunen zur Bekämpfung der Armut von Kindern und Jugendlichen in Deutschland auf.

Jedes fünfte Kind und jede*r fünfte Jugendliche wächst in einem Haushalt auf, in dem Mangel zum Alltag gehört: Mangel an Geld sowie an sozialen, kulturellen und gesundheitlichen Chancen. Das muss sich ändern: Wir können nicht länger hinnehmen, dass Kindern und Jugendlichen Startchancen genommen werden und bestimmte gesellschaftliche Erfahrungen und Aktivitäten oft dauerhaft verschlossen bleiben. Folgende Grundsätze sind hierbei von zentraler Bedeutung:

1. Armut ist kein Versagen der*des Einzelnen!

2. Alle Kinder und Jugendlichen haben Anspruch auf gleichwertige Lebensverhältnisse!

3. Jedes Kind ist gleich viel wert!

4. Unterstützung muss dort ankommen, wo sie gebraucht wird!

 

Gerwin Stöcken, Sprecher der Nationalen Armutskonferenz (nak), erklärt dazu: „Armut grenzt aus und macht krank. Armut schränkt Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung ein und gibt ihnen damit nicht die Chance, auf ein Aufwachsen in Wohlergehen. Die unterzeichnenden Verbände, Organisationen und Gewerkschaften sind sich einig, dass alles getan werden muss, damit alle Kinder gesellschaftliche Teilhabe erfahren können und ein gutes Aufwachsen gesichert ist. Dazu gehören der Ausbau der sozialen Sicherungssysteme, aktuell auch durch krisenbedingte Aufschläge und vereinfachten Zugang zu Leistungen, die Sicherstellung sozialer Infrastruktur sowie die intensive Begleitung von Kindern und Jugendlichen zurück in ihren Kita- und Schulalltag!“

 

„Die Bildung der Kinder ist ein Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe“ ergänzt Martin Bujard, Präsident der eaf. „Verstärkte Anstrengungen, gerade auch in der frühkindlichen Bildung, sind daher notwendig“, so Bujard weiter.

 

Die gemeinsame Erklärung des Ratschlags Kinderarmut zum Internationalen Kindertag 2020 „Ein gutes Aufwachsen von allen Kindern und Jugendlichen muss in unserer Gesellschaft Priorität haben!“ finden Sie hier:

https://www.eaf-bund.de/documents/Projekte/200529_Ratschlag_Kinderarmut_2020_gemeinsame_Erklrung.pdf

 

Zum Ratschlag Kinderarmut:

Auf Initiative der Nationalen Armutskonferenz (nak) trafen sich 2016 zahlreiche bundesweit agierende Organisationen, um gemeinsam Perspektiven der Bekämpfung von Kinderarmut zu diskutieren. Die erste gemeinsame Erklärung „Keine Ausreden mehr: Armut von Kindern und Jugendlichen endlich bekämpfen!“ wurde im Juni 2017 als Forderungen zur Bundestagswahl von 46 Organisationen und Einzelpersonen unterstützt und unter breiter medialer Beachtung veröffentlicht. Diese Erklärung wurde in gekürzter Form auch auf die Kampagnen-Plattform „we act“ zur Mitzeichnung gestellt und erreichte fast 40.000 Unterschriften. Anlässlich des 13. Treffens der Menschen mit Armutserfahrung bekräftigte der Ratschlag seine Forderungen mit der Erklärung „Bekämpfung von Kinderarmut muss Priorität haben! - Gemeinsame Erklärung von Nationaler Armutskonferenz, Kinder-, Familien- und Wohlfahrtsverbänden“ im November 2018.

 

Ein PDF der Pressemitteilung steht auch zum Download bereit unter:

https://www.eaf-bund.de/gallery/news/news_304/200529_pm_ratschlag_kinderarmut.pdf

Quelle: evangelische arbeitsgemeinschaft familie e. V. (eaf)

Wiedereröffnung von Familienzentren, Familienbildungsstätten und Mütterzentren unter bestimmten Voraussetzungen möglich!

Ausführliche Informationen zur vorsichtigen Wiedereröffnung finden Sie hier:

https://soziales.hessen.de//

 

Außerdem bietet die Internetseite des Wirtschaftsministeriums Auslegungshinweise unter dem Link: https://wirtschaft.hessen.de/wirtschaft/corona-info/was-ist-wieder-erlaubt-was-nicht

Hilfs- und Unterstützungsangebote zusammengefasst

Auf dieser Seite finden Sie Kontakte zu Hilfsangeboten der hessischen Wohlfahrtsverbände für Familien, Kinder, Eltern, Paare und Menschen mit psychischen Problemen.

 

Zur Webseite geht es hier:

https://www.liga-hessen.de/wir-ueber-uns/hilfsangebote-corona-pandemie/

 

Immer mehr Familienbildungsangebote erreichen die Familien auch online

Appell des Paritätischen Bildungswerkes zur Sicherung der Familienbildung