Arbeitsgemeinschaft Hessische Familienbildung: Fortbildung, Beratung & Interessenvertretung


Die AHF ist Qualifizierungsträger für Familienbildung in hessischen Familien-zentren. Sie ist der fachliche Zusammenschluss und die Interessensvertretung  anerkannter Familienbildungsstätten und qualifizierter Familienzentren in Hessen, in der alle Träger (Kommunen, Kirchen, Arbeiterwohlfahrt und freie Träger) vertreten sind. Die AHF gewährleistet professionelle und qualitätsbasierte Standards von Familienbildung in Familienzentren. Sie wurde 1967 gegründet.

 

Nutzen Sie die Möglichkeit, mit Ihrer Einrichtung auf der AHF-Webseite präsent zu sein! Gerne stellen wir Ihnen den Raum dafür zur Verfügung unter dem Reiter Familienbildung in Hessen.

 

Familienbildungsstätten und Familienzentren sind der erste Ort institutionali-sierter Bildung und niedrigschwelliger Anknüpfungspunkt für Eltern und Familien. Gemeinsam mit den anderen Einrichtungen kindlicher Bildung wie Tageseltern, Kindertagesstätten und Schulen gewährleisten wir eine konsistente Begleitung und Unterstützung kindlicher Bildungsbiographien.

 

Die Säulen unserer Arbeit

Familienbildung ist im Kinder- und Jugendhilfegesetz (§ 16 SGB VIII) verankert.

Sie ist ein eigenständiger Handlungsbereich präventiver Jugendhilfe, der mit anderen Leistungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe verbunden ist.

Angebote der Familienbildung werden zu allen wesentlichen Bereichen des Familienlebens angeboten. Sie zielen darauf, Familien zu stärken, zu ermutigen und zu entlasten, Lernprozesse in der Familie zu unterstützen und Erziehungs-kompetenzen zu stärken.

 

Die Angebote der Familienbildung orientieren sich am Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan. Ein besonderer Schwerpunkt der Familienbildung liegt in der Frühpädagogik und in der Begleitung von Übergängen. Hessische Familienbildung bietet Begleitung und Beratung von Familien und einzelnen Familienmitgliedern:

  • Sie arbeitet sozialraumorientiert und niedrigschwellig
  • Sie leistet mit ihren Angeboten Präventivarbeit
  • Sie ist gut vernetzt mit anderen Akteuren des Fachfeldes (z.B. „Frühe Hilfen“, „Elternchance ist Kinderchance“ sowie medizinische, psychologische und sozialpädagogische Fachpersonen)
  • Die Zielsetzung von Familienbildung orientiert sich an den Vorgaben des Sozialgesetzbuches VIII § 16 KJHG

Die Aufgabenfelder der Familienbildung im Wandel

Familienbildung richtet sich an Familien und Familienmitglieder in unterschied-lichen Lebensphasen und Lebensformen.  Familienbildung leistet Beratung rund um Beziehung, Erziehung, Ernährung und Gesundheit sowie  Stärkung von Sprach- und Alltagskompetenz, Vorbereitung auf ein Leben als Paar, auf Kinder und Elternschaft; Familienbildung unterstützt in Situationen rund um Vereinbarkeit von Familie und Beruf, alleinerziehende Eltern sowie im Frühe Hilfen-Bereich.

 

Familienbildung ist Primärprävention

Leitmotive der präventiven Arbeitsweise sind:

  • die Stärken zu stärken
  • Eltern als Experten ihres Kindes wertzuschätzen und aktiv einzubeziehen
  • den Aufbau von Elternkontaktnetzen zu fördern.

Ziele der Familienbildung sind Stärkung und Entwicklung

  • der elterlichen Kompetenz
  • der Beziehungskompetenz
  • der Alltagskompetenz
  • der Mitgestaltungs- und Partizipationskompetenz zur Mitarbeit in Formen der Selbst- und Nachbarschaftshilfe
  • der Medienkompetenz
  • der Gesundheitskompetenz
  • der Kompetenz einer adäquaten Freizeitgestaltung

(aus: Bestandsaufnahme und Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Weiterentwicklung der Familienbildung, 8. März 2007)