Fachtag "Gesundheits... was?" Gesundheitskompetenzen stärken

Für den Fachtag „Gesundheits…was?“ – Gesundheitskompetenzen stärken, der am 24. September in der Stadthalle in Friedberg stattfindet, sind noch Anmeldungen möglich.

 

In Familienzentren, Mehrgenerationenhäusern, Mütterzentren, Familienbildungsstätten etc. werden auch Gesundheitskompetenzen gestärkt. Ziele des Fachtages sind die Sensibilisierung und Stärkung der Fachkräfte für das Thema Gesundheitskompetenzen. Weitere Informationen können Sie aus dem Flyer entnehmen.

Initiative SCHAU HIN!: Trend Podcasts: Altersgerechte Inhalte für Kinder auswählen

 

Podcasts werden auch bei Kindern immer beliebter. SCHAU HIN! empfiehlt Eltern, für ihre Kinder altersgerechte Angebote auszuwählen. Gute Inhalte können die Sprachkompetenz fördern, hektische Formate können Kinder überfordern.
Um Podcasts abzuspielen, haben Nutzer verschiedene Möglichkeiten. Sie können sie auf ihre Smartphones laden oder sie damit streamen. Möglich ist auch der Zugriff per Computer und seit einiger Zeit auch über Smart-Home-Assistenten wie Alexa und Co. Meist handelt es sich um Fortsetzungsreihen, die in regelmäßigen Abständen um neue Folgen erweitert werden. Die meisten Abspiel-Apps, etwa die Musik-App auf iPhones und iPads, Spotify und spezielle Podcast-Programme, laden für den Nutzer automatisch neue Folgen auf das genutzte Medium.
Oft sind Inhalte nicht kindertauglich: „Hörspiele sind für Kinder interessant, und im Prinzip unterscheiden sich Podcasts nicht sonderlich von den klassischen Hörmedien wie CDs“, sagt SCHAU HIN!-Medienpädagogin Kristin Langer. „Der Unterschied ist, dass es sich nicht um abgeschlossene Geschichten handelt, sondern es immer neue Fortsetzungen geben kann – und dass jeder Podcasts veröffentlichen kann, der einen Computer und ein Mikrofon hat.“ So würden Inhalte für alle Interessensgebiete produziert, „wovon aber auch viele überhaupt nicht für Kinder geeignet sind.“
Anders als für Filme und Videospiele gibt es für Podcasts keine Alterskennzeichen, die zeigen, welche Formate für welches Alter geeignet sind. „Für Eltern ist es ratsam, die Inhalte, die ihre Kinder gern hören wollen, vorher zu prüfen. Nicht alle kinderfreundlich wirkenden Angebote sind es auch.“ Grundsätzlich rät Langer, vor allem bei Jüngeren gemeinsam auszusuchen, was gehört wird.
Podcasts können die Fantasie der Kinder anregen, sie informieren und ihnen sogar etwas beibringen. Allerdings können Hörerlebnisse mit vielen hektischen und verstörenden Geräuschen auch Stress auslösen, einschüchtern und erschrecken. „Dass es keine bildliche Darstellung der Geschichten wie beim Fernsehen gibt, heißt nicht, dass die Eindrücke nicht ähnlich intensiv sein können“, so Langer. Je nach Ursprung – etwa kommerzielle Angebote – können die Podcasts Werbung beinhalten oder unpassende Inhalte transportieren. Gleichzeitig können Podcasts zum Rückzug aus der Realität genutzt werden: „Eltern schauen am besten genau hin, wieviel Zeit ihr Kind mit Podcasts verbringt und warum? Wichtig ist, dass die Kinder auch ausreichend Zeit mit Gleichaltrigen verbringen und Gelegenheit zu körperlicher Betätigung haben.“ Eltern können mit Kindern auch Nutzungsregeln vereinbaren, wie viel pro Tag oder Woche gehört werden darf.
Das Vorlesen von Büchern, aber auch der richtige Einsatz von kindergerechten Hörmedien kann die Entwicklung eines Kindes fördern, Lesekompetenz und Leselust steigern und sich positiv auf die Sprachentwicklung auswirken. Zudem entwickeln sich eigene Sprachvorlieben, etwa für Geschichten, Witze oder Gedichte. Insbesondere beim Zweitspracherwerb können Hörmedien Kinder unterstützen. Hörspielangebote fördern zudem neben der Hörbereitschaft auch die Neugierde und Kommunikationsfreude.
Auf einen Blick: Daran erkennen Eltern gute Podcasts: Das Thema und die Sprache sind altersgerecht und enthalten keine detaillierten und ausufernden Beschreibungen von Gewalt und sexuell expliziten Inhalten. Das Ende ist nicht offen – das verhindert, dass das Kind unbedingt weiterhören will. Für Kinder ist es besser nachzuvollziehen, dass das Hörvergnügen endet, wenn auch die Geschichte/die Folge abgeschlossen ist. Die Quelle ist seriös und der Podcast selbst ist werbefrei. Gerade für jüngere Kinder gilt: Es werden keine besonders hektischen oder aufregenden Geräusche eingespielt, die aufwühlen, verunsichern oder sogar verstören können. Wie bei allen Medien gilt: Umso jünger das Kind, umso wichtiger, dass Eltern sich vorher mit dem Produkt auseinandersetzen – auch Podcasts sollten lieber vorher gehört werden, damit Eltern einen Eindruck haben, was im Kinderzimmer läuft.
SCHAU HIN! hat einige der schönsten Kinder-Podcasts zusammengestellt. Die Galerie finden Sie unter dem Link https://www.schau-hin.info/service/bildstrecken/show/die-schoensten-podcasts-fuer-kinder.html?tx_klicktool_pi1%5Burl%5D =. Wie man selbst Radiosendungen und Podcasts produzieren kann, erfahren Sie beim „Radio ABC“ des BR: https://www.br.de/sogehtmedien/ard-und-zdf/radio-abc/unterrichtsmaterial-radio-abc-radio-selber-machen100.html

Quelle: Pressemitteilung der Initiative SCHAU HIN! vom 20.6.2018

 

Weiterbildung zur ElternbegleiterIn

Das Programm „ELTERNCHANCE II – FAMILIEN FRÜH FÜR BILDUNG GEWINNEN“ wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie den Europäischen Sozialfonds gefördert. Die Teilnahme an der Weiterqualifizierung ist kostenfrei.  Es fällt lediglich eine Bearbeitungsgebühr von 100 € pro Teilnehmer an.

 

Zielgruppe sind Fachkräfte in der Eltern- und Familienbildung: Hauptamtliche oder Honorarkräfte mit einer pädagogischen, psychologischen, sozialen, psychosozialen, therapeutischen oder sozialwissenschaftlichen Grund-ausbildung und mit Berufserfahrungen in der Familienbildung in ver-schiedenen institutionellen, formellen und informellen Settings.

 

Die Themengebiete umfassen folgende Inhalte:

  • Zusammenarbeit von Eltern und professionellen Fachkräften aus den Bereichen Erziehung, Bildung und Gesundheit, angepasst an aktuelle familiale und gesellschaftliche Herausforderungen
  • Vertiefung neuester Erkenntnisse über die Bedeutung von Bildungs-übergängen im Kindes- und Jugendalter mit Blick auf sich wandelnde Familienmodelle und Rollenbilder
  • Bedarfs- und Bedürfniseinschätzung für die Unterstützung von Familien und die Stärkung einer vorurteilsbewussten Grundhaltung
  • Förderung von Erziehungs- und Bildungspartnerschaften zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern, sowie Kooperationen von Familien mit Bildungs- und Gesundheits-/ Sozialinstitutionen

 

Die Elternbegleiter*Innen erweitern ihre Kompetenzen in der Eltern- und Familienbildung, um in ihrem aktuellen Tätigkeitsbereich die heterogenen Entwicklungs- und Bildungsverläufe von Familien in verschiedenen Lebensetappen individuell und ressourcenorientiert zu begleiten und zu unterstützen, insbesondere Familien mit Migrationserfahrungen.

 

Weitere Informationen zu Ablauf und Terminen finden Sie unter

www.familienbildung-bag.de

Familienzentrum: Partizipation und Teilhabe inklusiv?

Die Ansprüche und Erwartungen an eine inklusive und partizipative Praxis in Familienzentren sind vielschichtig. Zwischen Konzeptionen, pädagogischen Haltungen und dem gemeinsam mit Familien gelebten Alltag in Familienzentren sind vielfältige Herausforderungen versteckt. Wie gelingt es, Familien so zu begleiten, dass sie ihre Stärken und Begabungen erkennen und ihre individuellen Potenziale entfalten? Welche Organisationsformen, Strukturen, Arbeitsweisen und Gestaltungsfreiräume sind hilfreich und unterstützend? Wie fördern Familienzentren Selbstorganisation, Selbstverantwortung und Selbstständigkeit von Familien? Welche Methoden und Instrumente unterstützen Familienzentren auf dem Weg hin zu einer inklusiv und partizipativ ausgerichteten pädagogischen Praxis?

Familienzentren können es nicht dem Zufall überlassen, ob Familien erreicht werden oder nicht. Sie nehmen eine aktive Rolle im Sozialraum ein und stellen insbesondere die Belange von Familien in den Mittelpunkt, die Gefahr laufen an den Rand der Gesellschaft gedrängt zu werden. Die passgenaue Weiterentwicklung der Angebotsstruktur und die Kooperation mit den Netzwerkpartnern im Sozialraum fordert Familienzentren in besondere Weise heraus.

 

Für die Fachtagung am 15. und 16. November 2018 haben wir wieder namhafte Referent*innen verpflichten können, und Sie dürfen sich auf vielfältige thematische Angebote freuen! Bitte merken Sie sich diesen Termin bereits heute vor. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz (KiJu), Hamburg, der Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, der Ev. Lutherische Kirche in Norddeutschland, der Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. und der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie, Bensheim statt.

 

Ausführliche Informationen im  Einladungsflyer oder unter www.bundesverband-familienzentren.de/fachtagung-2018/

 

Der Bundesverband der Familienzentren e.V. (BVdFZ) versteht sich als Fachverband der Familienzentren in der Bundesrepublik Deutschlands. Seine Ziele sind die Entwicklung bzw. Umsetzung von Qualitätsstandards für Familienzentren, ohne deren Vielfalt einzuschränken, die bundesweite fachliche Entwicklung und Vernetzung sowie die Vertretung der Anliegen von Familienzentren gegenüber Politik und Gesellschaft.

Bundesstiftung Frühe Hilfen – Jährlich 51 Millionen Euro zur Unterstützung junger Familien

 

Für junge Familien in schwierigen Lebenslagen muss es nach der Geburt eines Kindes Unterstützungsangebote geben. Das Bundesfamilienministerium hat für diese wichtige Aufgabe die Bundesstiftung Frühe Hilfen ins Leben gerufen. Mit einem jährlichen Budget von 51 Millionen Euro fördert die Stiftung Angebote des präventiven Kinderschutzes. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey stellte heute gemeinsam mit Partnern und Fachleuten vor Ort die Arbeit der Bundesstiftung Frühe Hilfen im Mutter-Kind-Zentrum des Vivantes Klinikums Neukölln vor.
Die Idee der Frühen Hilfen ist es, junge Eltern einfach, schnell und unkompliziert zu unterstützen und ihnen dadurch den Start ins Leben als Familie zu erleichtern. Die Angebote der Frühen Hilfen richten sich nach den Bedürfnissen der Familien. Sie bieten Hilfe etwa nach einer schwierigen Schwangerschaft, im Falle einer Erkrankung oder wenn ein familiäres Netzwerk fehlt. Auch im schwierigen Fall einer Trennung oder wenn junge Eltern Geldsorgen haben, gibt es passende Unterstützungsangebote im Netzwerk der Frühen Hilfen. Vor Ort helfen Familienhebammen, die junge Eltern im ersten Jahr nach der Geburt besuchen und ihnen praktische Tipps für den Alltag geben. Anderen jungen Eltern ist schon geholfen, wenn ehrenamtliche Paten durch ihren Besuch einmal in der Woche etwas Luft verschaffen. Oder Familien nehmen die Hilfe von Babylotsen in Anspruch, die helfen, die für sie passenden Unterstützungsangebote wie eine Eltern-Kind-Gruppe im Wohnumfeld zu finden.
Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): „Ich freue mich, dass das Nationale Zentrum Frühe Hilfen in der BZgA, in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut (DJI), die Bundesstiftung weiter unterstützen wird. Wir tragen mit unseren Maßnahmen aus Forschung, Qualitätsentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit dazu bei, dass die Netzwerke der Frühen Hilfen die Familien noch besser erreichen und sie wirkungsvoll unterstützen können.“
Bundesfamilienministerin Dr. Giffey machte auch auf eine Kampagne zur Prävention von Schütteltraumata aufmerksam. Die Gefahren des Schüttelns von Säuglingen und Kleinkindern werden vielfach unterschätzt. Mit einem bundesweiten Bündnis gegen Schütteltrauma klärt das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) seit November 2017 im Auftrag des Bundesfamilienministeriums über die Gefahren des Schüttelns auf und zeigt Eltern Wege auf, mit schwierigen Situationen besser umzugehen. Für die Kampagne stehen dieses Jahr 1 Million Euro zur Verfügung.
Hintergrund: Die Bundesstiftung Frühe Hilfen hat zum 1. Januar 2018 ihre Arbeit aufgenommen. Sie stellt jährlich 51 Millionen Euro für die Förderung von Netzwerken der Frühen Hilfen und die psychosoziale Unterstützung von Familien zur Verfügung. Damit setzt der Bund seine Verpflichtung aus dem Bundeskinderschutzgesetz dauerhaft um.
Die Frühen Hilfen sind freiwillige Angebote insbesondere an werdende und junge Eltern und Familien, die aufgrund von unterschiedlichen psychosozialen Belastungen einen erhöhten Beratungs- und Unterstützungsbedarf haben. Sie unterstützen Eltern mit bedarfsgerechten Angeboten in den ersten drei Lebensjahren der Kinder: Im Fokus stehen eine gelingende Eltern-Kind-Bindung, ein gesundes Aufwachsen und Schutz vor Gewalt.
Bereits seit In-Kraft-Treten des Bundeskinderschutzgesetzes im Jahr 2012 werden Familien durch Frühe Hilfen besser unterstützt: Mittlerweile gibt es in fast allen Jugendamtsbezirken (98 Prozent) ein Netzwerk Frühe Hilfen. In rund 88 Prozent der geförderten Kommunen sind Familienhebammen und/oder Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen aktiv; in annähernd 62 Prozent der Kommunen werden Familien von ehrenamtlichen Familienpaten unterstützt und in fast 77 Prozent der Kommunen kooperieren Geburtskliniken mit den Netzwerken Frühe Hilfen. Auf diese guten Entwicklungen baut die Bundesstiftung Frühe Hilfen auf.
Mehr Information auf www.fruehehilfen.de/bundesstiftung und https://www.elternsein.info/

Quelle: Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums vom 22.6.2018