Save the date: Fachaustausch Ehrenamt

Neues aus dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration:

"Da das Jahresende wie immer gut mit Terminen gefüllt ist, wird unser nächster Fachaustausch im neuen Jahr, am 12. Februar 2019 im HMSI in Wiesbaden stattfinden. Eine offizielle Einladung erhalten Sie im Januar.

 

Wie im April gemeinsam besprochen, werden wir uns mit den Themen Dokumentation/Evaluation und politische Platzierung von Ehrenamtsprojekten in den Frühen Hilfen beschäftigen.

 

Über folgende Fragen möchten wir gemeinsam in Austausch kommen:

 

- Welche Instrumente der Dokumentation / Evaluation gibt es und wie werden sie genutzt?

- Welche Daten werden erfasst? Wer entscheidet darüber?

- Wie kann Dokumentation und Evaluation mit möglichst geringem Zeitaufwand gut umgesetzt werden?

- Wo können die erhobenen Daten im Interesse des Projektes eingesetzt werden? (z. B. in Gremien, bei politischen Entscheidungsträgern)

 

Ein paar Projekte haben bereits zugesagt, von Ihren Erfahrungen zu berichten und Instrumente wie z. B. Erfassungsbögen oder Jahresberichte vorzustellen. Weitere Beiträge aus der Praxis sind herzlich willkommen!

 

Das können Erfahrungsberichte, Instrumente oder auch Anregungen sein. Für eine kurze Mitteilung, ob Sie etwas beitragen möchten wäre ich dankbar, damit genügend Zeit eingeplant werden kann.

 

Außerdem werden wir auch diesmal eine Projektvorstellung haben, das Projekt „Frühe Hilfen in der Nähe“ aus Oberursel."

Weiterbildung zur ElternbegleiterIn

Das Programm „ELTERNCHANCE II – FAMILIEN FRÜH FÜR BILDUNG GEWINNEN“ wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie den Europäischen Sozialfonds gefördert. Die Teilnahme an der Weiterqualifizierung ist kostenfrei.  Es fällt lediglich eine Bearbeitungsgebühr von 100 € pro Teilnehmer an.

 

Zielgruppe sind Fachkräfte in der Eltern- und Familienbildung: Hauptamtliche oder Honorarkräfte mit einer pädagogischen, psychologischen, sozialen, psychosozialen, therapeutischen oder sozialwissenschaftlichen Grund-ausbildung und mit Berufserfahrungen in der Familienbildung in ver-schiedenen institutionellen, formellen und informellen Settings.

 

Die Themengebiete umfassen folgende Inhalte:

  • Zusammenarbeit von Eltern und professionellen Fachkräften aus den Bereichen Erziehung, Bildung und Gesundheit, angepasst an aktuelle familiale und gesellschaftliche Herausforderungen
  • Vertiefung neuester Erkenntnisse über die Bedeutung von Bildungs-übergängen im Kindes- und Jugendalter mit Blick auf sich wandelnde Familienmodelle und Rollenbilder
  • Bedarfs- und Bedürfniseinschätzung für die Unterstützung von Familien und die Stärkung einer vorurteilsbewussten Grundhaltung
  • Förderung von Erziehungs- und Bildungspartnerschaften zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern, sowie Kooperationen von Familien mit Bildungs- und Gesundheits-/ Sozialinstitutionen

 

Die Elternbegleiter*Innen erweitern ihre Kompetenzen in der Eltern- und Familienbildung, um in ihrem aktuellen Tätigkeitsbereich die heterogenen Entwicklungs- und Bildungsverläufe von Familien in verschiedenen Lebensetappen individuell und ressourcenorientiert zu begleiten und zu unterstützen, insbesondere Familien mit Migrationserfahrungen.

 

Weitere Informationen zu Ablauf und Terminen finden Sie unter

www.familienbildung-bag.de

Familienzentrum: Partizipation und Teilhabe inklusiv?

Die Ansprüche und Erwartungen an eine inklusive und partizipative Praxis in Familienzentren sind vielschichtig. Zwischen Konzeptionen, pädagogischen Haltungen und dem gemeinsam mit Familien gelebten Alltag in Familienzentren sind vielfältige Herausforderungen versteckt. Wie gelingt es, Familien so zu begleiten, dass sie ihre Stärken und Begabungen erkennen und ihre individuellen Potenziale entfalten? Welche Organisationsformen, Strukturen, Arbeitsweisen und Gestaltungsfreiräume sind hilfreich und unterstützend? Wie fördern Familienzentren Selbstorganisation, Selbstverantwortung und Selbstständigkeit von Familien? Welche Methoden und Instrumente unterstützen Familienzentren auf dem Weg hin zu einer inklusiv und partizipativ ausgerichteten pädagogischen Praxis?

Familienzentren können es nicht dem Zufall überlassen, ob Familien erreicht werden oder nicht. Sie nehmen eine aktive Rolle im Sozialraum ein und stellen insbesondere die Belange von Familien in den Mittelpunkt, die Gefahr laufen an den Rand der Gesellschaft gedrängt zu werden. Die passgenaue Weiterentwicklung der Angebotsstruktur und die Kooperation mit den Netzwerkpartnern im Sozialraum fordert Familienzentren in besondere Weise heraus.

 

Für die Fachtagung am 15. und 16. November 2018 haben wir wieder namhafte Referent*innen verpflichten können, und Sie dürfen sich auf vielfältige thematische Angebote freuen! Bitte merken Sie sich diesen Termin bereits heute vor. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz (KiJu), Hamburg, der Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, der Ev. Lutherische Kirche in Norddeutschland, der Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. und der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie, Bensheim statt.

 

Ausführliche Informationen im  Einladungsflyer oder unter www.bundesverband-familienzentren.de/fachtagung-2018/

 

Der Bundesverband der Familienzentren e.V. (BVdFZ) versteht sich als Fachverband der Familienzentren in der Bundesrepublik Deutschlands. Seine Ziele sind die Entwicklung bzw. Umsetzung von Qualitätsstandards für Familienzentren, ohne deren Vielfalt einzuschränken, die bundesweite fachliche Entwicklung und Vernetzung sowie die Vertretung der Anliegen von Familienzentren gegenüber Politik und Gesellschaft.

Bundesstiftung Frühe Hilfen – Jährlich 51 Millionen Euro zur Unterstützung junger Familien

 

Für junge Familien in schwierigen Lebenslagen muss es nach der Geburt eines Kindes Unterstützungsangebote geben. Das Bundesfamilienministerium hat für diese wichtige Aufgabe die Bundesstiftung Frühe Hilfen ins Leben gerufen. Mit einem jährlichen Budget von 51 Millionen Euro fördert die Stiftung Angebote des präventiven Kinderschutzes. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey stellte heute gemeinsam mit Partnern und Fachleuten vor Ort die Arbeit der Bundesstiftung Frühe Hilfen im Mutter-Kind-Zentrum des Vivantes Klinikums Neukölln vor.
Die Idee der Frühen Hilfen ist es, junge Eltern einfach, schnell und unkompliziert zu unterstützen und ihnen dadurch den Start ins Leben als Familie zu erleichtern. Die Angebote der Frühen Hilfen richten sich nach den Bedürfnissen der Familien. Sie bieten Hilfe etwa nach einer schwierigen Schwangerschaft, im Falle einer Erkrankung oder wenn ein familiäres Netzwerk fehlt. Auch im schwierigen Fall einer Trennung oder wenn junge Eltern Geldsorgen haben, gibt es passende Unterstützungsangebote im Netzwerk der Frühen Hilfen. Vor Ort helfen Familienhebammen, die junge Eltern im ersten Jahr nach der Geburt besuchen und ihnen praktische Tipps für den Alltag geben. Anderen jungen Eltern ist schon geholfen, wenn ehrenamtliche Paten durch ihren Besuch einmal in der Woche etwas Luft verschaffen. Oder Familien nehmen die Hilfe von Babylotsen in Anspruch, die helfen, die für sie passenden Unterstützungsangebote wie eine Eltern-Kind-Gruppe im Wohnumfeld zu finden.
Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): „Ich freue mich, dass das Nationale Zentrum Frühe Hilfen in der BZgA, in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut (DJI), die Bundesstiftung weiter unterstützen wird. Wir tragen mit unseren Maßnahmen aus Forschung, Qualitätsentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit dazu bei, dass die Netzwerke der Frühen Hilfen die Familien noch besser erreichen und sie wirkungsvoll unterstützen können.“
Bundesfamilienministerin Dr. Giffey machte auch auf eine Kampagne zur Prävention von Schütteltraumata aufmerksam. Die Gefahren des Schüttelns von Säuglingen und Kleinkindern werden vielfach unterschätzt. Mit einem bundesweiten Bündnis gegen Schütteltrauma klärt das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) seit November 2017 im Auftrag des Bundesfamilienministeriums über die Gefahren des Schüttelns auf und zeigt Eltern Wege auf, mit schwierigen Situationen besser umzugehen. Für die Kampagne stehen dieses Jahr 1 Million Euro zur Verfügung.
Hintergrund: Die Bundesstiftung Frühe Hilfen hat zum 1. Januar 2018 ihre Arbeit aufgenommen. Sie stellt jährlich 51 Millionen Euro für die Förderung von Netzwerken der Frühen Hilfen und die psychosoziale Unterstützung von Familien zur Verfügung. Damit setzt der Bund seine Verpflichtung aus dem Bundeskinderschutzgesetz dauerhaft um.
Die Frühen Hilfen sind freiwillige Angebote insbesondere an werdende und junge Eltern und Familien, die aufgrund von unterschiedlichen psychosozialen Belastungen einen erhöhten Beratungs- und Unterstützungsbedarf haben. Sie unterstützen Eltern mit bedarfsgerechten Angeboten in den ersten drei Lebensjahren der Kinder: Im Fokus stehen eine gelingende Eltern-Kind-Bindung, ein gesundes Aufwachsen und Schutz vor Gewalt.
Bereits seit In-Kraft-Treten des Bundeskinderschutzgesetzes im Jahr 2012 werden Familien durch Frühe Hilfen besser unterstützt: Mittlerweile gibt es in fast allen Jugendamtsbezirken (98 Prozent) ein Netzwerk Frühe Hilfen. In rund 88 Prozent der geförderten Kommunen sind Familienhebammen und/oder Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen aktiv; in annähernd 62 Prozent der Kommunen werden Familien von ehrenamtlichen Familienpaten unterstützt und in fast 77 Prozent der Kommunen kooperieren Geburtskliniken mit den Netzwerken Frühe Hilfen. Auf diese guten Entwicklungen baut die Bundesstiftung Frühe Hilfen auf.
Mehr Information auf www.fruehehilfen.de/bundesstiftung und https://www.elternsein.info/

Quelle: Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums vom 22.6.2018